Tarifvertrag verspätet. Verärgerte Crewmitglieder informieren in Frankfurt
Frankfurt am Main - Die Gewerkschaft der Flugbegleiter von United Airlines, Association of Flight Attendants-CWA, AFL-CIO (AFA-CWA), wird am Frankfurter Flughafen als Teil weltweiter Aktionen für den Abschluss eines neuen Tarifvertrages demonstrieren. Die Gewerkschaftsmitglieder möchten damit auf die bereits seit einem Jahr andauernden Verhandlungen hinweisen, die von Firmenseite her nicht ernsthaft genug geführt werden und zu weiteren Zugeständnissen führen sollen. Die Flugbegleiter hingegen fordern Verbesserungen.
2002 und 2003 stimmten die Flugbegleiter, im Rahmen des von United eingeleiteten Konkursverfahrens (Chapter 11), massiven Gehaltskürzungen und Verschlechterungen der Arbeitsbedingungen zu, um die Fluggesellschaft vor dem drohenden Ruin zu retten. Der Betriebsrentenplan wurde ebenfalls nicht weitergeführt. United Flugbegleiter arbeiten gegenwärtig zu Gehaltsstufen von 1994. Sie leisten jetzt jedoch 48% mehr an Arbeit, als im Vergleich zu Dienstplänen und Personalbesetzung von 2002.
"Die Flugbegleiter protestieren gegen deutlich geringere Bezahlung bei gleichzeitig verlängerten Arbeitszeiten und erschwerten Arbeitsbedingungen, während sich die Unternehmensführung im Laufe der letzten sieben Jahre inakzeptable Bonuszahlungen in Millionenhöhe leistete", sagt Merv Gordon, AFA-CWA Frankfurt Präsident.
Protest am Flughafen Frankfurt: Wann: Dienstag, 06.April 2010, 10:00-12:00 Wo: Terminal 1, Busbahnhof, gegenüber Ankunft
"Vielerlei Verbesserungen gibt es beim Star Alliance Mitglied United. Neu sind unter anderem: Premiumkabinen mit "lie flat bed" Sitzen auf internationalen Strecken, Designeruniformen für Flugbegleiter, das Corporate Design der Flotte. 50 Langsteckenflugzeuge sind ebenfalls bestellt. Die Firma lobt gleichfalls die hohen Kundenzufriedenheitsraten mit den Flugbegleitern auf den Transatlantikstrecken, herausragend auf Frankfurtrouten; oder die pünktlichste Fluggesellschaft Nordamerikas des Jahres 2009 zu sein.
Aber, einen neuen Tarifvertrag gibt es nicht, stattdessen unangemessene Forderungen nach weiteren Zugeständnissen, die die derzeitigen Verhandlungen prägen." so Merv Gordon.
"Unsere Ziele sind: Mittelklasselöhne, stabile Krankenversicherungsbeiträge, eine vernünftige Rentenvorsorge sowie verbesserte Arbeitsbedingungen, die den besten Service für unsere Passagiere ermöglichen", führt Herr Gordon weiter aus. "So wie United eine der weltweit führenden Fluggesellschaften ist, sollte dies auch bei den Tarifverträgen der Mitarbeiter zutreffen. Wir können nicht länger warten, es sollte auch für uns aufwärts gehen. Geht es aber nicht, und dagegen demonstrieren wir heute hier und an allen Flughäfen weltweit, an denen United Airlines Flugbegleiter stationiert sind. Wir fordern einen Tarifvertrag, und wir werden mit allen Mitteln und um jeden Preis dafür kämpfen. Unser Slogan: Whatever it takes!"
Mehr als 55.000 Mitglieder, davon 15.000 von United Airlines, gehören der Association of Flight Attendants an, der weltgrößten Flugbegleitervereinigung. 325 davon sind gegenwärtig in Frankfurt stationiert. AFA ist Teil der 700.000 Mitglieder starken Communications Workers of America, AFL-CIO. Information auf www.unitedafa.org .
Protestiert wird in Chicago, London, New York, Los Angeles, Hong Kong, Tokyo, San Francisco, Seattle, Honolulu, Boston, Denver, Las Vegas, Washington DC & Frankfurt.
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