Heiße Samba-Rhythmen, cooler Bossa Nova: Dies sind die wohl bekanntesten brasilianischen Musikrichtungen.
Brasília - Doch gibt es in Brasilien viele verschiedene Musikstile, die oftmals eine Mischung aus verschiedenen Richtungen sind und ihre Wurzeln sowohl in Europa als auch in Afrika haben. Am 1. Dezember 2011 bringen die „Rhythms of Brazil“ den Sommer Brasiliens in das fröstelnde Berlin.
Eine musikalische Rundreise Für einen Vorgeschmack auf die Fußball-WM, die 2014 in Brasilien stattfinden wird, lädt das brasilianische Fremdenverkehrsamt EMBRATUR zu einer musikalischen Tour durch das Land ein. Unter dem Motto „Rhythms of Brazil“ können alle Brasilienfans und Musikinteressierte am 1. Dezember im Kesselhaus mit heißen Rhythmen für einen Abend den kalten Winter vertreiben. Während eines Workshops lernt das Publikum unter Anleitung der brasilianischen Band Marambaia die vielen verschiedenen Instrumente und Rhythmen des südamerikanischen Sonnenstaates kennen. Bei der anschließenden Show werden die frisch gebackenen Musiker als Teil der Band zusammen mit Marambaia typische Lieder aus den 12 WM-Städten spielen. Die „Rhythms of Brazil“ werden das Kesselhaus zum Dampfen und die Menge zum Toben bringen.
Tatiana Freire, Sprecherin von Embratur, freut sich auf die Veranstaltung in der deutschen Hauptstadt: „Wir wissen, dass die Weltmeisterschaft in Deutschland mit großer Aufmerksamkeit verfolgt wird. Mit dem Event möchte Embratur für die Rhythmen Brasiliens begeistern und es den Deutschen ermöglichen, die Vielfalt der 12 Austragungsorte der FIFA Fußballweltmeisterschaft 2014 schon jetzt kennenzulernen. Dieses Sportereignis bietet die Chance, neue Reisedestinationen in Brasilien kennenzulernen. Mit „Rhythms of Brazil“ bringen wir ein wenig von dem Lebensgefühl der Orte, die es in Brasilien noch zu entdecken gilt, nach Berlin.“
Der Schmelztiegel der Musik Die verschiedenen Städte und Regionen des Landes haben ihre jeweils eigenen musikalischen Besonderheiten. Mit seinen Wurzeln in Afrika ist der Samba der wohl berühmteste Tanz- und Musikstil Brasiliens. Eng verknüpft mit dem Karneval in der WM-Stadt Rio de Janeiro wird er hierzulande in abgewandelter Form auch auf Turnieren getanzt. Ebenfalls in Rio entwickelte sich Ende des 19. Jahrhunderts der Choro, der jedoch hierzulande weitgehend unbekannt ist. Obwohl noch vor dem Jazz entstanden, wird Choro oft als brasilianischer Jazz bezeichnet. Er verbindet europäische Melodien mit afro-brasilianischen Rhythmen und indigener Musik. Der finnische Filmemacher Mika Kaurismäki hat 2005 dem Choro mit seiner Dokumentation „Brasileirinho“ sogar ein kleines
Denkmal gesetzt. Viel weiter im Norden des Landes, genauer im Bundesstaat Pernambuco, kam um 1900 der Frevo auf. Dieser wird vor allem zur Karnevalszeit in Recife, einer weiteren WM-Stadt, gespielt. Es brodelt, wenn im Karneval zu der schnellen Musik des Frevo getanzt wird, denn der Name ist Programm: Frevo leitet sich von ferver, dem portugiesischen Wort für „kochen“, ab.
Das Event auf einen Blick
WAS: Rhythms of Brazil Musik-Workshop mit der brasilianischen Band Marambaia Anschließende Show, bei der das Publikum ein Teil der Band wird
Die brasilianische Band Marambaia um Marcelo Lima gründete sich 2002. Vier Jahre später brachten sie mit dem gleichnamigen Album „Marambaia“ ihr Debut auf den Markt. Die Band spielt im Choro-Stil: ein Solist an der brasilianischen Mandoline wird von verschiedenen Zupfinstrumenten und Percussions begleitet. Beeinflusst von Jacob do Bandolim, Gilberto Gil oder den Beatles und Deep Purple wenden die fünf Brasilianer den
Choro auch auf andere populäre brasilianische Musikrichtungen wie Frevo oder Samba an. Marambaia traten bisher vor allem in Brasilien und Südeuropa auf. Ihre mitreißenden Shows laden die Zuschauer zum Mitmachen ein und bringen brasilianisches Flair auf jede Bühne. Anfang 2012 erscheint ihr drittes Album.
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